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Lesung “Kaddisch für mein Schtetl” von Grigori Kanowitsch

Am 3. März liest ab 19:30 Uhr in der unserer Buchhandlung Uri Faber, Historiker und Judaist aus dem Roman “Kaddisch für mein Schtetl” von Grigori Kanowitsch.

Lilia Antipow führt in das Thema “Das osteuropäische Schtetl: Zwischen Mythos und Realität” ein.

“Ich bin kein jüdischer Schriftsteller, weil ich russisch schreibe, kein russischer Schriftsteller, weil ich über Juden schreibe, und kein litauischer Schrifftsteller, weil ich nicht litauisch schreibe”

Grigori Kanowitsch ist ein Autor zwischen den Sprachen. Für den in Litauen geborenen, ist das Jiddische seine Schtetl-Muttersprache. Das Russische lernte er in Kasachstan, wo er zur Schule ging, nachdem er mit seiner Mutter dem Genozid entkommen war.
In seinem literarischen Werk, übersetzt in zwölf Sprachen, vergegenwärtigt er immer wieder das jüdische Leben in Litauen. Es ist sein Lebensthema.

“Kaddisch für mein Schtetl” ist ein Familienroman über die letzten zwanzig Jahre des Schtetls in Osteuropa.
Der junge Schneider Schlojmke wir für zwei Jahre in die litauische Armee eingezogen, doch seine Liebe zu Chanke überdauert diese Zeit. Schließlich setzt er sich gegen seine strenge Mutter Roche durch und darf seine Chanke heiraten. Ihr gemeinsamer Sohn Hirschele – Grigori Kanowitsch selbst – schildert die Geschichte seiner Familie in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, die zugleich die Geschichte vom Untergang des Schtetls in Osteuropa ist. Trotz der Umwälzungen und Bedrohungen der Zeit nicht im Zorn, sondern mit viel Sympathie und ein wenig Wehmut.

Die Veranstaltung wir organisiert von der Buchhandlung Ex Libris (Erlangen), der Botschaft der Republik Litauen
in Deutschland (Berlin), dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit Schwepunkt der Geschichte Osteuropas der FAU Erlangen-Nürnberg und der Werkstatt für jüdische Geschichte (Nürnberg), in Kooperation mit dem Aufbau Verlag (Berlin). Der Abend wird unterstützt vom Kulturministerium der Republik Litauen und dem Litauischen Kulturinstitut (Vilnius).
Der Eintritt ist frei.

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