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John William: Stoner, DTV 352 Seiten

Ein wiederentdecktes Meisterwerk

1967 das erste Mal in Amerika erschienen, damals nahm kein Verlag Notiz davon.
2006 wurde der Roman wiederentdeckt und blieb ein Geheimtipp.
2013 erschien das Buch in deutscher Übersetzung.
Wer ist dieser Stoner, dessen Leben John Williams mit so viel Liebe und Zuneigung zeichnet?
Aufgewachsen als einziger Sohn eines armen Farmerehepaares in Amerika kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts, entdeckt Stoner seine Leidenschaft für Literatur an einer Universität im Mittleren Westen der USA, an der er eigentlich Landwirtschaft studieren sollte um danach die elterliche Farm zu übernehmen.
Er wird Professor für englische Literatur, heiratet, gründet eine Familie und scheint seinen Weg gefunden zu haben.
Hier beginnt die Geschichte. Die Geschichte des Scheiterns eines Mannes.
John Williams dringt in die Seele eines Mannes, sehr diskret, sehr zurückhaltend und lässt uns teilnehmen an den Kämpfen, Qualen seiner Hauptfigur, die sich in das stets Gegebene , Unausweichliche fügt.
Stoner verliert alles: Seine Frau, seine überalles geliebte Tochter und sich selbst.
Dieses Leben, so unbedeutend und spurlos es scheinbar verläuft, hat Größe und Stil in allem was ihm widerfährt. Es ist in gewisser Weise tragisch, was Stoner erlebt und doch verstehen wir ihn und nehmen Anteil an seinem Leben.
Man kann den Roman als Psychogramm eines Mannes lesen, als Campus- oder Entwicklungsroman.
Allemal ist es eine beglückende Lektüre.

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